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Im Zeichen der jungen Deutschen 

47.18% - diese zunächst nichtssagende Zahl umschreibt dennoch den konsequenten Weg, den die FRAPORT SKYLINERS in den letzten Jahren gegangen und der in der Beko BBL-Saison 2013/14 für die Frankfurter Mannschaft von immenser Bedeutung war.

47.18% war der Anteil der „deutschen Minuten“, welche über die gesamte Spielzeit hinweg Danilo Barthel, Konstantin Klein, Johannes Voigtmann und Co durchschnittlich auf dem Spielfeld standen. Keine andere Mannschaft der Liga vergab so viele Spielanteile an deutsche Spieler. Und so wundert es nicht, dass die Saison 13/14 vor allem mit den jungen, deutschen Talenten verbunden ist – und am Ende ihren Abschluss mit dem Abschied eines deutschen Haudegens fand…

Drei Ziele sollten vorrangig im Laufe der Saison verfolgt werden: 1) Die Ausbildung der jungen Deutschen, 2) es soll guter Basketball gespielt werden, der den Fans Freude bereiten soll und 3) man möchte gerne in die Playoffs einziehen.

Die Spielzeit begann schon Wochen vor dem ersten Sprungball mit guten Nachrichten, denn Headcoach Gordon Herbert übernahm zum dritten Mal in der Vereinshistorie das Ruder und die Verantwortung an der Frankfurter Seitenlinie. Kurz darauf wurde den Fans gleich das nächste Highlight präsentiert: Publikumsliebling Quantez Robertson verlängerte sein Engagement in der Bankenmetropole um weitere drei Jahre. Auch die Nachwuchskräfte Tim Oldenburg, Jan Novak und Max Merz konnten langfristig gebunden werden und erhielten mit Stefan Ilzhöfer und Kevin Bright gleich zwei weitere neue hoffnungsvolle Talente an die Seite gestellt.

 

Im Bereich Sponsoring freute man sich über die positiven Gespräche und Vertragsverlängerungen mit Licher und Namenssponsor Fraport.

Die Saisonvorbereitung verlief gut, aber nicht optimal. Denn mit Mannschaftskapitän Marius Nolte verletzte sich einer der Veteranen und Anführer der Mannschaft. Wegen eines Kreuzbandrisses konnte der Mannschaftskapitän erst im letzten Saisondrittel wieder voll angreifen. Mit Shooting Guard Andy Rautins landete jedoch ein wahrer Glücksgriff im Frankfurter Team, der nicht nur wegen seiner Präzision aus der Distanz rasch zu einem MVP-Kandidaten der Liga wurde. Mit Aziz N´Diaye wurde auf der Centerposition ein senegalesischer Shotblocker und kraftvoller Dunker verpflichtet. Auch Aufbauspieler Dawan Robinson wurde wieder zurück ins Team geholt, musste aber nach wenigen Spieltagen wieder gehen.

Angeführt von einem hervorragend agierenden Andy Rautins und gestützt von den starken Auftritten der jungen deutschen Spieler, gelang es in der ersten Saisonhälfte einen Playoffplatz zu ergattern. Selbst den Ausfall von Quantez Robertson, der sich beim dritten Saisonspiel in Bremerhaven einen Wadenbeinbruch zuzog, konnte die jüngste Mannschaft der Liga im Kollektiv kompensieren und gefeierte Siege gegen die Artland Dragons (89:74), Würzburg (89:78) oder den mittlerweile fast zur Legende gewordenen Sieg nach dreifacher Verlängerung in Ulm (102:108) erringen. Aufgrund der Verletzungssituation wurden zur Mitte der Saison Jarred DuBois und Ramon Galloway ins Team geholt.

Um den Jahreswechsel herum schlug das Verletzungspech nochmals unbarmherzig zu. Neben den Langzeitverletzten Marius Nolte, Quantez Robertson und Stefan Ilzhöfer (Hüfte) gesellten sich innerhalb weniger Tage auch noch Jacob Burtschi (Rücken) und Topscorer Andy Rautins (Fuß) hinzu. Gordon Herbert betonte daraufhin immer wieder, dass die Situation den jungen Deutschen große Chancen eröffnen würde. Und diese nahmen die Herausforderung an und präsentierten sich formidabel und kämpferisch.

Dennoch musste zunächst an den neuen Rotationen, Verantwortungen und Abstimmungen gearbeitet werden. Sieben Niederlagen in Folge waren sicherlich schmerzlich für den Tabellenstand, doch gleichzeitig auch wertvolle Erfahrung für die junge Mannschaft. Mit Dane Watts wurde zunächst zwar ein erfahrener Mann nachverpflichtet, doch auch er verletzte sich nach nur wenigen Einsätzen und kam bis zum Ende der Saison nicht mehr zurück auf das Feld.

Die zahlreichen Minuten und die starken Leistungen von Danilo Barthel sorgten dafür, dass der Power Forward zum alljährlichen Liga-Schaulaufen beim Beko BBL ALLSTAR Day in das Team „National“ gewählt wurde. Somit war Danilo der erste deutsche Allstar aus Frankfurt seit Pascal Roller. Auch Ramon Galloway war beim Spektakel mit dabei und zeigte beim Slamdunk-Contest seine Athletik.

Tolle Auszeichnungen und Erfolge gab es derweil bei den FRAPORT SKYLINERS Juniors in der ProB. So wurden insgesamt acht Siege am Stück erzielt, das Playoff-Heimrecht vorzeitig erkämpft und damit der Klassenerhalt gesichert. Besonders die Tatsache, dass mit Tim Oldenburg, Johannes Voigtmann und Johannes Richter gleich drei Mal in Folge die Auszeichnung des „Youngster des Monats“ nach Frankfurt ging, erfreute Fans, Spieler und Management. In der Beko BBL gelang gleich zweimal ein Paukenschlag: Vor den eigenen Fans wurde der spätere deutsche Meister aus München geschlagen, kurz darauf auch noch Ulm. Danilo Barthel, Konstantin Klein, Johannes Voigtmann und Co. zeigten besonders in dieser Phase ihr Können und Talent.

Abseits des Parketts entpuppte sich die vierte Benefiz-Gala zum vollen Erfolg, denn dank der edlen Spenden der Gäste werden nicht nur 140 Schul-AGs fortgeführt, sondern auch die Möglichkeit geschaffen, das Ernährungskonzept „Eat to win“ in die Tat umzusetzen.

Für Furore sorgte das Auswärtsspiel in Vechta. In der intensiv geführten Partie schlug die Stunde von Kevin Bright. Dem jungen Deutschen gelang der entscheidende Dreier in letzter Sekunde zum Sieg – furios auch deshalb, weil es sein insgesamt siebter Treffer von der Dreierlinie war!

Auch wenn es sportlich nicht mehr möglich war in die Playoffs einzuziehen, so gab es am Ende der Saison dennoch einen emotionalen Höhepunkt. Beim letzten Heimspiel wurde Marius Nolte nach einem Sieg
gegen Bremerhaven feierlich verabschiedet
. Der sympathische Center wird nach der Saison seine Karriere als Profi-Basketballer beenden und ins Management der FRAPORT SKYLINERS einsteigen. Unter Standing Ovations wurde er 21 Sekunden vor Abpfiff ausgewechselt und intonierte nach dem Spiel die wohl lauteste Humba der Saison zum Abschied. Die Spielzeit 2013/14 wurde mit 14-20 Siegen auf dem elften Tabellenplatz beendet.