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Thriller-Saison mit Happy-End 

Glanzvolle Siege, dramatische Niederlagen, Verletzungspech und ein furioses Finale: Die FRAPORT SKYLINERS erlebten in der Spielzeit 2012/13 ein Wechselbad der Gefühle. Erst am letzten Spieltag Ende April konnten sie durch einen 77:71-Sieg gegen den direkten Konkurrenten Ludwigsburg den Klassenerhalt in trockene Tücher bringen.

Die Saison 2011/12 war kaum beendet, da hatten die „Riesen vom Main“ mit Aufbauspieler Konstantin Klein und Center Johannes Voigtmann bereits zwei hoffnungsvolle Talente an Land gezogen. Mitte Juli nahm dann auch das neue Trainerteam von Headcoach Muli Katzurin Gestalt an. Als zweiter Assistenztrainer neben Klaus Perwas wurde Eric Detlev verpflichtet, der auch den Cheftrainer-Posten der FRAPORT SKYLINERS Juniors (ProB) übernahm.

Eine ganz schlechte Nachricht hatten die FRAPORT SKYLINERS Ende August zu verkraften. Ausgerechnet Publikumsliebling Quantez Robertson brach sich im Training einen Knochen am linken Ringfinger und fiel deshalb für einen Großteil der Saisonvorbereitung aus. Ohne das sprunggewaltige Energiebündel entschieden die „Riesen vom Main“ Anfang September das erste von insgesamt zehn Testspielen gegen den japanischen Meister Toyota Alvark aus Tokio deutlich mit 78:58 für sich. Damals ahnte freilich noch kaum einer, dass Johannes Herber nur rund zweieinhalb Wochen später und nach 120 Einsätzen in der Beko Basketball Bundesliga seine Karriere aufgrund einer chronischen Entzündung an der Ferse beenden würde.

 

Am Tag der Deutschen Einheit (3.Oktober) starteten die Teams der Beko BBL schließlich in die neue Saison. Die FRAPORT SKYLINERS, gaben einen Tag zuvor eine dreijährige Zusammenarbeit mit den chinesischen Sportartikelhersteller PEAK bekannt. Der Start in die Saison missglückte allerdings. Denn mit 2:4 eröffnete man den ersten Monat der neuen Spielzeit. Siege gab es dabei allerdings jeweils gegen die favorisierten Teams aus Bonn und Quakenbrück. Das Heimspiel gegen Bonn markierte gleichzeitig den Abschied des langjährigen Sportdirektors Kamil Novak, der zum neuen Generalsekretär beim europäischen Basketball-Verband FIBA Europe gewählt worden war.

Auf eine ausgeglichene Bilanz brachten es die Katzurin-Schützlinge im November: In Berlin zog man zwar deutlich mit 65:91den Kürzeren zogen, wohingegen man dem Meister aus Bamberg einen tollen Kampf lieferte, sich aber unglücklich mit 67:76 geschlagen geben musste. Eine Woche nach der schwachen Leistung in Berlin präsentierten sich die „Riesen vom Main“ gegen den Deutschen Vize-Meister Ulm in stark verbesserter Verfassung. Nach einer über weite Strecken tadellosen Leistung durften die Anhänger der FRAPORT SKYLINERS trotz der Ausfälle der verletzten Ted Scott und Marius Nolte den vierten Sieg im zehnten Spiel bejubeln. 78:62 hieß es nach 40 Minuten, während denen sich die „Riesen vom Main“ als charakterstarke Einheit präsentierten.

Genau zum richtigen Zeitpunkt könnte man sagen, denn nach einer erfolgreichen Premiere in der Saison 2011/12 wurde zum zweiten Mal in Eigenregie ein Livestream auf die Beine gestellt; ein Service der über die gesamte Saison kostenlos bei allen Heimspielen angeboten wurde. „Das Feedback aus ganz Basketball Deutschland ist überwältigend. Es ist ein toller Service für die Fans, über den sich natürlich auch unsere Sponsoren freuen“, war FRAPORT SKYLINERS-Geschäftsführer Dr. Gunnar Wöbke vom erfolgreichen Start des Livestreams angetan. Der zweite Sieg im November gelang in einem mitreißenden Match gegen Braunschweig (61:59).

Der letzte Monat des Jahres 2012 hatte für die FRAPORT SKYLINERS eine sehr positive Nachricht parat: Das Projekt „Basketball macht Schule“ vermeldete die stolze Zahl von 125 Schul-AGs – im Vergleich zum September bedeutete dies ein Anstieg um 25 AGs. „Es ist natürlich toll zu sehen wie das Projekt immer weiter über die Stadtgrenzen von Frankfurt hinaus wächst. Von Oestrich-Winkel im hessischen Westen bis an die bayrische Grenze bei Seligenstadt im Osten, von Usingen im Norden bis Darmstadt im Süden gibt es mittlerweile AGs“, hatte sich FRAPORT SKYLINERS-Geschäftsführer Dr. Gunnar Wöbke über die Entwicklung des Projekts sehr erfreut gezeigt.

Nicht erfreut haben dürfte ihn allerdings die Ausbeute der „Riesen vom Main“ in der Beko Basketball Bundesliga. Sechs Spiele hatten die „Riesen vom Main“ zu absolvieren, fünfmal verließen sie trotz teils ansprechender Leistungen als zweiter Sieger das Parkett – und deshalb standen sie zum Jahreswechsel ganz weit unten: auf Tabellenplatz 17. Den einzigen Sieg im Dezember feierte die Truppe aus der Mainmetropole am zweiten Weihnachtsfeiertag, als sie gegen den BBC Bayreuth deutlich mit 76:59 die Oberhand behielten.

Gleich zum Auftakt des Pflichtspieljahres 2013 stand am 5. Januar das Hessenderby bei den LTi GIESSEN 46ers auf dem Programm. Der Vorletzte Frankfurt gegen das Schlusslicht aus Gießen, das nach gestelltem Insolvenzantrag kurz vor Weihnachten nicht nur um Punkte zu kämpfen hatte. Gegen eine völlig verunsicherte Gießener Mannschaft hatte die Katzurin-Truppe von Beginn an leichtes Spiel und feierte einen nie gefährdeten 79:59-Sieg. Es folgten allerdings fünf Niederlagen in Folge, durch die sich der Rückstand auf das rettende Ufer zwischenzeitlich auf sechs Zähler vergrößerte.

In dieser brenzligen Situation reagierten die FRAPORT SKYLINERS aber nicht mit Schnellschüssen, sondern analysierten nüchtern die Gründe für die Flaute – und zeigten beim überlebenswichtigen 92:78-Sieg gegen Tübingen sowie beim 81:78-Sieg in Hagen ein ganz anderes Gesicht. Nicht mehr mit dabei waren zu diesem Zeitpunkt Dion Dowell und Ted Scott, deren Verträge in beiderseitigem Einverständnis aufgelöst worden waren. Ihre Plätze hatten Ryan Brooks und LaQuan Prowell eingenommen, die zuvor für Gießen auf Korbjagd gegangen waren.

Mit den beiden US-Amerikanern kamen die FRAPORT SKYLINERS immer besser in Fahrt. Einen Tag nach der dritten Benefiz-Gala zugunsten des Projekts „Basketball macht Schule“ trafen die Katzurin-Schützlinge am 3. März auf Meisterschaftsanwärter Berlin. Der Besuch des kompletten Teams auf der Gala erwies sich nicht als kontraproduktiv – ganz im Gegenteil: Denn die Truppe aus der Mainmetropole zeigte sich gut erholt und feierte einen verdienten 65:62-Coup. Eine Woche später musste der amtierende Deutsche Meister aus Bamberg dran glauben, den man dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung verdientermaßen mit 77:64 in die Knie zwang. Der Klassenverbleib war trotz des später errungenen zwölften Saisonsiegs aber noch nicht in trockenen Tüchern, denn die Konkurrenten Ludwigsburg, Mitteldeutscher BC und Braunschweig lehrten nun ebenfalls in regelmäßigen Abständen den „Großen“ der Liga das Fürchten.

In der heißen Saisonphase wurden die „Riesen vom Main“ dann doch noch einmal vom Verletzungspech erwischt. So musste Danilo Barthel aufgrund von Rückenproblemen für einige Spiele pausieren, zudem klagte Marius Nolte über Wadenprobleme – und noch viel schlimmer: beim etatmäßigen ersten Aufbauspieler Dawan Robinson, der sich längst als Dreh- und Angelpunkt im Frankfurter Spiel etabliert hatte, wurde eine Lungenembolie festgestellt.

Einige Tage musste der US-Amerikaner deshalb sogar im Krankenhaus verbringen, ehe er Ende April im Entscheidungsspiel gegen Ludwigsburg (77:72) wieder im Aufgebot stand und fünf Sekunden vor der Schlusssirene unter frenetischem Jubel der 5002 Zuschauer in der restlos ausverkauften Fraport Arena auf das Parkett kam und für einen emotionalen Höhepunkt sorgte, der nur durch den im direkten Duell gesicherten Klassenverbleib überboten wurde. Somit geht es in Frankfurt auch in der 15. Saison im deutschen Basketball Oberhaus weiter.