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Saison 2010-2011 - Großer Sport, noch größere Emotionen 

Stars, Jubel, Rekorde, Action, große Emotionen und persönliche Schicksale, die Saison 2010/2011 war mit Sicherheit eine der ereignisreichsten und besten, die die Frankfurter Fans in der zwölfjährigen Clubgeschichte der Deutsche Bank Skyliners mitmachen durften.

Ein Blick auf die erfolgreiche Entwicklung des Erstligisten zeigt, dass Spitzenbasketball in Frankfurt voll angekommen ist – von den 1500 Kindern, die in über 60 Schul- AGs der eigenen Schulsportinitiative „Basketball macht Schule“ wöchentlich an über 40 Schulen der Rhein-Main-Region für Basketball begeistert werden, bis hin zu den Fans und Familien, die jedes Heimspiel in der Ballsporthalle zu einem Basketballfest machen.

Nicht umsonst verzeichneten die Deutsche Bank Skyliners in der Saison 2009/2010 einen neuen Zuschauerrekord bei ihren Heimspielen mit durchschnittlich 4660 Fans. Auch sportlich gesehen liest sich die Geschichte des Clubs wie eine Erfolgsstory. Denn mit dem Meistertitel 2004, dem Pokalsieg 2000, den Vize-Meisterschaften 2005 und 2010, sieben Halbfinals und zehn Play-off-Teilnahmen seit der Gründung zur Saison 1999/2000 gehören die Deutsche Bank Skyliners zu den erfolgreichsten Teams in der Beko Basketball Bundesliga.

 

Sowohl am Anfang als auch am Ende der Geschichte der Spielzeit 2010/11 stand zunächst ein Name, der Basketballfans nicht nur in Frankfurt, sondern in ganz Deutschland ein Begriff geworden ist und der als Symbol für den Saisonverlauf stehen könnte: DaShaun Wood. Nach einjähriger Spielpause aufgrund einer Knieverletzung wechselte der 1,85 Meter große Amerikaner von Benetton Treviso nach Frankfurt. Einen so schnellen und treffsicheren Spieler hatte man lange nicht in der Liga gesehen, selbst in fremden Hallen konnte sich das Publikum seiner spektakulären Spielweise nicht entziehen. Am Ende der regulären Saison standen mit der Nominierung als Starter des Beko BBL ALLSTAR Teams, dem „MVP“, also der Auszeichnung zum wertvollsten Spieler der Liga, und dem „Best Offensive Player“ drei individuelle Auszeichnungen für den Topscorer der Liga (19 Punkte pro Spiel), für die Mannschaft der zweite Tabellenplatz und ein neuer Heimspielrekord zu Buche – noch nie wurden mehr Spiele in eigener Halle gewonnen.

Besonders freute dies auch den 14-Jährigen Malik McLemore, denn er war der 1.000.000 Zuschauer, den die DEUTSCHE BANK SKYLINERS in ihrer Clubgeschichte begrüßen durften.

Schaut man auf die verletzungsbedingten Ausfälle, mit denen die Mannschaft in der Spielzeit konfrontiert wurde, so wird ihre Leistung noch beeindruckender. Im November 2010 ließ eine Meldung die Basketballwelt innehalten. Der 28-jährige Ajene Malaki Moye, Flügelspieler und Publikumsliebling, erlitt einen großen Schlaganfall. Sofort rückte der Sport in den Hintergrund und das Team und die Fans noch enger zusammen. Aus der ganzen Welt trafen Genesungsgrüße und -wünsche für den aus Atlanta/USA stammenden Moye ein. Umso größer die Erleichterung, als nur wenige Monate später vermeldet werden konnte, dass es „AJ“ wieder besser geht. Mittlerweile steht das Kämpferherz bei jedem Spiel an der Seitenlinie und feuert sein Team tatkräftig an – so persönlich, emotional und verbunden mit den Fans war bislang noch keine Saison.

Nicht ganz so dramatisch wie der Ausfall Moyes waren die weiteren Verletzungen und Ausfälle, mit denen die Spieler der DEUTSCHE BANK SKYLINERS zu kämpfen hatten. Immer wieder mussten Leistungsträger pausieren, die Rollenverteilung innerhalb der Mannschaft neu formiert und gefunden werden. Dass trotzdem kein Bruch in das Frankfurter Spiel kam, lag vor allen an einem Mann, der für die DEUTSCHE BANK SKYLINERS schon einmal ein Erfolgsgarant war – Cheftrainer Gordon Herbert steuerte und dirigierte seine Mannschaft souverän durch alle Untiefen und Hindernisse der Saison. Mit seiner ruhigen und besonnenen Art führte er schon 2004 ein Frankfurter Team zur Meisterschaft und kehrte im Laufe der Spielzeit 2009/2010 an die Seitenlinie der Ballsporthalle zurück. Beliebter bei den Fans und erfolgreicher als Gordon Herbert war noch kein Trainer an der Frankfurter Seitenlinie.

Daher verwundert es nicht weiter, dass jeder Spieler unter der Leitung des Kanadiers aufblühte und für ganz persönliche Höhepunkte sorgte. So profitierte insbesondere Distanzschütze Jimmy McKinney vom Führungsstil des Kanadiers und konnte sich in seiner fünften Saison im Frankfurter Dress zum ersten Mal über seine Nominierung zum Beko BBL ALLSTAR freuen. Aber auch Marius Nolte oder Dominik Bahiense de Mello belohnten das entgegengebrachte Vertrauen mit tollen Statistiken, viel Einsatz und Herz auf dem Feld. Mit Quantez Robertson und Roger Powell standen zudem Spieler in der Mannschaft, die bei den Fans regelmäßig für Erstaunen ob der gebotenen Athletik, Spielfreude und Geschwindigkeit sorgten – Spiele der DEUTSCHE BANK SKYLINERS waren in dieser Spielzeit immer spektakulär und gespickt mit fulminanten Aktionen.

Die mannschaftliche Geschlossenheit, die hervorragende Arbeit an der Seitenlinie und im Hintergrund, die enthusiastische Unterstützung durch die Fans und nicht zuletzt die verletzungsbedingten Rückschläge, mit welchen das Team in diesem Jahr konfrontiert wurden, haben es immer weiter zusammengeschweißt. Am Ende eines langen Weges standen die nächsten Herausforderungen an.

Konnte man im Viertelfinale um die Deutsche Meisterschaft die BG Göttingen mit einem sogenannten „Sweep“ 3:0 aus dem Rennen werfen, so wartete im Halbfinale die Mannschaft von ALBA BERLIN auf die Herbert-Truppe. Die Serie entwickelte sich zu einem Alptraum für die Fingernägel aller Fans - spannender und intensiver kann Basketball kaum sein! Dramatisch und bislang in der Geschichte der Beko BBL einzigartig war, dass in einer Serie, die über fünf Spiele ging, keine Mannschaft eines ihrer Heimspiele gewinnen konnte. Und so musste man sich am Ende von Spiel Fünf vor der ausverkauften Ballsporthalle der Berliner Mannschaft geschlagen geben und beendetete die Saison auf dem dritten Platz.

Doch bereits wenige Sekunden vor Ende der Spielzeit von Spiel Fünf wurde das Ausscheiden der Mannschaft aus den Playoffs zur Nebensache - denn ein Großer der deutschen Basketballs trat von der Bühne. Die gesamte Ballsporthalle und im Geiste gesamt Basketballdeutschland verneigte sich nach Abpfiff vor Pascal Roller, der sichtlich gerührt seine elfjährige Basketballkarriere im Frankfurter Trikot und nach 122 Einsätzen in der Nationalmannschaft, mit der für ihn typisch bescheidenen Art mit einer leichten Verbeugung vor den Fans beendete.

Großer Sport, noch größere Emotionen - die Spielzeit 2010/11 wird in den Herzen der Fans und den Geschichtsbüchern des Clubs immer einen ganz besonderen Platz einnehmen...