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Saison 2009-2010 

Vizemeisterschaft und Vizepokalsieger – Drama, baby!

Wenn man auf die Saison 2009/10 zurückblickt könnte man den Spielverlauf der DEUTSCHEN BANK SKYLINERS auch als Drehbuch für einen Hollywoodfilm nutzen.

Das neuformierte Team um Spielmacher und Publikumsliebling Pascal Roller startete durchwachsen in die elfte Spielzeit im Basketballoberhaus. Das Auftaktspiel verlor die Mannschaft von Headcoach Gordon Herbert mit 71:67 nach Verlängerung in Trier. Doch schon im nächsten Spiel konnten Aubrey Reese, Seth Doliboa, Dragan Labovic, Derrick Allen, Quantez Robertson und Co. einen 80:69 Heimsieg im Hessenderby gegen Gießen einfahren.

Den Grundstein zur erfolgreichen Saison legte man kurz vor Weihnachten mit dem 78:67 Heimsieg gegen Paderborn. Auch die darauf folgenden Spiele gegen Ludwigsburg, in Braunschweig und das Hessenderby in Gießen entschied man für sich. Mit zwölf Siegen gegenüber sechs Niederlagen konnte man auf eine positive Hinrunde zurückblicken.

 

In der Rückrunde folgten im Januar und Februar auf jeden Sieg auch eine Niederlage und so standen Ende Februar 15 Siege zehn Niederlagen gegenüber. Doch das Team zeigte sich immer mehr als Einheit und besonders die Leistungsträger Reese, Doliboa und Allen sicherten im März mit drei Siegen den ersehnten Playoffplatz.

Der Hauptrundenshowdown wurde von einem tollen 61:59 Sieg im Pokalhalbfinale gegen Bremerhaven, wie auch mit der darauf folgenden sehr knappen und hoch dramatischen Pokalfinalniederlage (75:76) gegen Bamberg geprägt. Die Hauptrunde wurde mit 22 Siegen und 14 Niederlagen (inklusive Pokal) abgeschlossen.

In die Playoffs starteten die DEUTSCHE BANK SKYLINERS mit zwei Siegen gegen Berlin. Auch die Niederlage im dritten Spiel in der Hauptstadt konnte die Truppe um Kapitän Pascal Roller nicht aufhalten und so sicherte man sich mit einem 69:58 Heimsieg das Ticket fürs Halbfinale.

Doch in Bremerhaven begann der Sturm ins Finale zunächst mit einem herben Rückschlag. Die heftige 75:58 Niederlage wurde in den zwei darauf folgenden Spielen mit 84:83 und 53:79 wett gemacht und so hatte man in Spiel vier die Chance in eigener Halle das Finale perfekt zu machen. Doch eine 69:76 Niederlage erzwang das fünfte Spiel in Bremerhaven. Mit einer bärenstarken Leistung von Derrick Allen, welcher mit 15 Punkten zum Topscorer avancierte und einer überragenden Defensivleistung von Dragan Labovic (10 Rebounds) wurde der Einzug ins Finale nach einem Overtimekrimi mit 52:56 perfekt gemacht.

Die Finalserie gegen Bamberg wurde zum echten Krimi. Spiel 1 wurde in gegnerischer Halle sensationell mit 63:65 gewonnen. Matchwinner Tez Robertson entschied die Partie 1,3 Sekunden vor Ende des vierten Viertels. Die erste Überraschung war geschafft. Im zweiten Spiel der Finalserie konnte man den Heimvorteil nicht nutzen und unterlag Bamberg mit 68:77. Die sowohl verbalen als auch körperlichen Nickligkeiten auf dem Parkett erinnerten an die guten alten Zeiten der Finalserie 2003/04, als sich beide Teams schon einmal gegenüber standen.

Das müde wirkende Frankfurter Team war im dritten Spiel in allen Belangen unterlegen und verlor das Spiel deutlich mit 97:52 Punkten. Ganz Basketball-Deutschland war sich einig: Das war es, Bamberg marschiert ab jetzt zur Meisterschaft.

Aber weit gefehlt: Mit der Heimkulisse im Rücken bäumte sich das Team der DEUTSCHE BANK SKYLINERS im vierten Spiel erneut gegen die Niederlage auf und besonders Derrick Allen trug als „Man of the match“, mit 19 Punkten und 7 Rebounds einen entscheidenden Teil zum 69:56 Sieg bei.

Das entscheidende Spiel 5 konnte an Dramatik dann gar nicht mehr überboten werden. Nach einer umkämpften Partie sorgte ausgerechnet der so sichere Kapitän Roller für die Entscheidung und wurde zum tragischen Helden. Sekunden vor Schluss vergab er einen Freiwurf zum Ausgleich und ließ Bamberg am Ende mit 72:70 jubeln.

Vizemeister und Vize-Pokalsieger – die Saison 2009/10 gehört zu den erfolgreichsten der Clubgeschichte und dennoch fühlt es sich an, als wäre mehr drin gewesen. Rechnet man beide entscheidenden Niederlagen in den Finalspielen zusammen, dann machten im Endeffekt nur drei Punkte den Unterschied zwischen dem Vize-Double und dem Meisterschafts-Double aus. Aber es bleiben auch die unglaublichen Momente der Saison in Erinnerung, vor allen Dingen ein Endspurt, der die Mannschaft als Siebtplatzierter in die Playoffs starten ließ und im fünften und letzten Spiel der Finalserie endete. Drama, bab