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Saison 2004-2005 - Back to Back? 

Mario Kasun erfüllte sich den Traum von der NBA und wechselte zu den Orlando Magic. Auch Robert Garrett (Neapel) und Coach Gordon Herbert (Paris) verließen vor Saisonbeginn den Club. Doch mit Williams, Ellis und Roller blieben die Säulen des Meisterteams am Main. 48,3 Zähler, 57 Prozent aller Teampunkte, markierte das "Bermuda-Dreieck" im Schnitt. Der Spitzname war eine Erfindung des neuen Coaches Murat Didin.

 Der türkischen Trainerfuchs passte zum Frankfurter Multi-Kulti-Team, das mittlerweile neun Nationen vereinte. Malick Badiane (Senegal), Ibrahim Diarra (Schweden), Jukka Matinen (Finnland), Chris Williams/Tyrone Ellis (USA), Hasan Özkan/Berent Kavaklioglu (Türkei), Mladjen Sljivancanin (Serbien), Miro Todic (Bosnien), Spyro Panteliadis (Griechenland) sowie die Deutschen Pascal Roller, Bernd Kruel, Robert Maras und Alex King.

 

Unter Didin spielte die bunte Truppe beherzten Run & Gun Basketball. In 28 Partien kamen sie auf mehr als 80 Punkte, fünfmal wurde sogar die 100er-Marke geknackt. Insgesamt standen am Ende der Saison 3570 erzielte Punkte auf dem Konto - Rekord! Mit einer Trefferquote von 50,5 Prozent aus dem Feld führten die OPEL SKYLINERS die Liga an. Ein Ausrufezeichen des Titelverteidigers, dass auch in dieser Saison mit ihm im Kampf um die Meisterschaft zu rechnen sein würde, setzte der Titelverteidiger am 12. März 2005 mit einem 103:82 Blow-out Heimsieg gegen ALBA Berlin, den Coach Didin mit der Aussage krönte: "Lange Jahre hatte ALBA die Vormachtstellung. Jetzt sind wir die Lokomotive des deutschen Basketballs."

 Während es in der BBL vorwärts ging, geriet der OPEL SKYLINERS Express in der Euroleague ins Stocken. Gleich zum Auftakt galt es gegen Ülker Istanbul die höchste Heimniederlage der Geschichte (52:82) zu verdauen. Doch Didins international unerfahrene Mannschaft lernte ihre Lektion. Miro Todics Tip-In in der Schluss-Sekunde zum Sieg gegen Panathinaikos Athen wurde in der Ballsporthalle beinahe so ausgelassen gefeiert wie der Meistertitel, auf den die OPEL SKYLINERS von Rang 4 aus erneut Anlauf nahmen.

 Rechtzeitig zum Play-off Start meldete sich auch Tyrone Ellis wieder fit, der nach einem Mittelfußbruch vier Monate pausieren musste. Den Club verlassen hatte zu diesem Zeitpunkt bereits Robert Maras, der im Februar zum spanischen Erstligisten Sevilla wechselte. Maras` Freund Pascal Roller glänzte in Spiel 5 der Viertelfinalserie gegen die Artland Dagons und führte die OPEL SKYLINERS mit der BBL-Play-off-Bestleistung von 25 Punkten, darunter fünf Dreier, ins Halbfinale. Dort warteten die Albatrosse aus Berlin, die in der Vergangenheit häufig zum Stolperstein in den Play-offs geworden waren. Diesmal nicht. Mit 3:1 Siegen zogen die OPEL SKYLINERS ins Finale ein und trafen dort erneut auf den alten Rivalen GHP Bamberg.

 Wieder lieferten sich beide Teams fünf packende Play-off Kämpfe - doch die Frankfurter Hoffnungen auf ein Remake mit Happy End wurden nicht erfüllt. Die Bamberger nutzten ihren Heimvorteil im alles entscheidenden Spiel zu einem knappen 68:64 Sieg. Dennoch konnten die OPEL SKYLINERS nicht ohne Stolz auf ein Jahr zurückblicken, das trotz mancher Rückschläge und Sorgen, wie dem sich abzeichnenden Verlustes des Hauptsponsors Opel, erfolgreicher verlief, als viele Experten vermuteten. Am Ende sahen die Frankfurter mit einem Vizemeister-Titel in der Hand und einem neuen Partner im Rücken hoffnungsvoll in die Zukunft.