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77:74 - Schlussabschnitt kostet Auswärtssieg

Mit viel Freude konnte Phil Scrubb zurück im Kader der FRAPORT SKYLINERS begrüßt werden. Allerdings reichte das Comeback des Kanadiers mit 16 Punkten (Frankfurter Topscorer) sowie eine tolle Leistung von Richard Freudenberg mit Karrierebestwerten bei den Punkten (11), Rebounds (4) und Assists (2) nicht, um das Spiel gegen die Basketball Löwen Braunschweig in einer dramatischen Schlussphase zu den eigenen Gunsten zu entscheiden. Das vierte Viertel wird zum Knackpunkt der Partie (22:19 – 15:19 – 12:22 – 28:14). Weiterhin nicht im Frankfurter Kader waren Niklas Kiel (Gehirnerschütterung) und Mike Morrison (Hüfte). Am Valentinstag geht es für das Team von Gordon Herbert in Ulm weiter (Mittwoch, 14.02, um 19 Uhr). Das nächste Heimspiel findet am Sonntag, den 4. März, um 15 Uhr gegen Würzburg statt.

Zur gesamten Statistik



Stimmen

Trainer

Gordon Herbert: Glückwunsch an Frank Menz und seine Mannschaft. Das war ein guter Kampf heute von beiden Mannschaften. Beide Teams haben hart gespielt. Braunschweig hat gut gepunktet, Koné und Klepeisz haben zu viele Punkte gemacht, zusammen fast 30 Punkte. Wir haben ein gutes drittes Viertel und Braunschweig hat ein sehr gutes viertes Viertel gespielt.

Frank Menz: Das war ein aus meiner Sicht komisches Spiel. Beide Mannschaften haben aggressiv gespielt und versucht physisch zu spielen. Wir sind nicht gut ins Spiel gekommen. Das Ergebnis zu Halbzeit war knapp, aber wir hatten keinen richtigen Rhythmus gefunden, weder offensiv noch defensiv. Erst im letzten Viertel haben wir unsere fünf Spieler gefunden, die den nötigen Mut hatten, sowohl vorne, als auch hinten. Die haben dann das Viertel durchgespielt. Wir haben Frankfurt auf 74 Punkten gehalten, das ist eine tolle defensive Leistung meiner Mannschaft. Das war jetzt der dritte Sieg in Folge, und ist auch die Belohnung für eine ganz tolle Trainingsleistung. Wir haben uns jetzt nach unten abgesetzt und sind nicht weit von den Mannschaften entfernt, die um die Playoffs spielen. Wir haben keinen Playoff-Kader und das ist nicht unser Ziel, trotzdem leckt jeder jetzt noch mehr Blut.

Spieler

Phil Scrubb: „Ich fühle mich körperlich wieder ganz gut. Aber ein wenig eingerostet bin ich natürlich immer noch. Braunschweig hat am Ende sehr aggressiv gespielt und die wichtigen Würfe getroffen. Wir müssen daran arbeiten, solche Spiele für uns zu entscheiden.“



Spielverlauf

Tai Webster und Isaac Bonga geben für die FRAPORT SKYLINERS zu Beginn des Spiels den Ton an und erhalten umgehend Verstärkung durch Rückkehrer Phil Scrubb (siehe „Alle Augen auf…). Doch Braunschweigs erfolgreiche Gegenwehr sorgt dafür, dass es zur ersten Viertelpause 22:19 für die Gastgeber steht. Beide Teams machen sich zu Beginn des zweiten Viertels das Leben selber und gegenseitig schwer. Allerdings stimmen auf beiden Seiten auch Einsatz und Willen, so dass die Partie bis zur Halbzeit toll anzuschauen und spannend bleibt. Insbesondere die junge, deutsche Garde der FRAPORT SKYLINERS um Richard Freudenberg, Isaac Bonga und Armin Trtovac sorgt für gute Entlastung und schöne Punkte. Zur Pause steht es 37:28.

Die FRAPORT SKYLINERS forcieren Druck und Tempo, um direkt wieder Schwung zu generieren. Vor allem am defensiven Ende wird feinster Frankfurter Verteidigungsbeton angerührt. In der sechsten Minute des Viertels wird der erste gegnerische Feldkorb gestattet, die Führung so zweistellig ausgebaut (41:51; 27.) und bis zum Ende des Durchgangs wortwörtlich verteidigt – 49:60. Braunschweig kommt kämpferisch und hellwach ins vierte Viertel. Jedoch wehren die FRAPORT SKYLINERS die erste Angriffswelle der Gastgeber ab, die zweite allerdings sorgt erneut für ein spannendes Spiel (66:68; 36.). Die Schlussphase ist dramatisch spannend, gefühlt bringt jeder Punkt die Vorentscheidung. Das glücklichere Ende haben dann die Braunschweiger auf ihrer Seite – 77:74.



Duell des Spiels – Quantez Robertson gegen  DeAndre Lansdown

Kraftpaket gegen Kraftpaket. Monsterathlet gegen Monsterathlet. Der eine, Quantez Robertson, eine defensive Macht, der andere ein offensives Powerhouse. Während Lansdown seine Mannschaft offensiv zum Sieg führt (23 Punkte), schließt Robertson im Frankfurter Defensivbollwerk jede Lücke und hat immer eine Hand am Ball. Das Duell der beiden Flügelspieler ist geprägt von Geschwindigkeit, einfach nur toll anzuschauen und für jeden Basketball-Liebhaber ein wahrer Augenschmaus.


Highlight des Spiels

Richard Freudenberg versucht vom Flügel aus seinen Mitspieler Armin Trtovac unter dem Korb anzuspielen. Doch der Braunschweiger Centerverteidiger ahnt den Pass und bekommt die Fingerspitzen an den Ball. Trtovac bekommt den Ball nicht zu fassen – der Braunschweiger aber auch nicht. Allerdings schaltet Freudenberg blitzschnell, sprintet nach vorne, erobert das Spielgerät zurück und hat plötzlich freie Bahn Richtung Korb. Den Platz nutzt der athletische 19-Jährige mit Sprungfedern in den Waden und fliegt zum spektakulären, zweihändigen Slamdunk zur 17:19 Führung in der 9. Spielminute. Da wurde es auf einmal ruhig in der Braunschweiger Arena – bis auf die kleine, aber umso lautere Ecke der mitgereisten Frankfurter Fans…



Alle Augen auf… Phil Scrubb

Eingewechselt in der 5. Minute (8:9) trifft Phil Scrubb nach wochenlanger Verletzungspause (Knie) direkt den ersten Wurf ins Gesicht des deutlich größeren Braunschweigers Center und im Anschluss auch in direkter Folge den Dreier aus der Ecke. Fünf Punkte in knapp zwei Minuten? Liest sich, als wäre der Kanadier nie weg gewesen. Auch sein Dreier mit knapp zwei Sekunden vor Ende der ersten Halbzeit aus rund acht Metern Entfernung lässt den Frankfurter Fans direkt wieder ein Freudentränchen ins Gesicht schießen. Insgesamt spürt man, dass die Ruhe und Sicherheit, welche der Combo-Guard ausstrahlt, dem Team gut tut. Bezeichnend dafür ist, dass der letzte Angriff über ihn läuft. Doch leider geht der weite Dreier in letzter Sekunde gegen den Mann etwas zu kurz an den Ring. Dennoch machte der Auftritt Freude und alle Frankfurter Fans werden sich freuen, ihn künftig wieder im blauen Trikot und nicht am Spielfeldrand zu sehen.


Zahlenspiele

Dass beide Teams auf Augenhöhe agierten, sieht man deutlich an den Statistiken. Nur in Nuancen entscheiden sich diese. Doch sind es genau diese Kleinigkeiten, die am Ende so ein spannendes Spiels entscheiden. Als Beispiel kann die minimal bessere Wurfquote der Braunschweiger herhalten: 54% treffen sie, die FRAPORT SKYLINERS 50% - Nuancen…

Der genauere Blick verrät mehr: Vor allem bei der Dreipunktequote erkennt man die unterschiedlichen Herangehensweisen beider Teams. Während Braunschweig vornehmlich unter dem Korb punktete und „nur“ 15 Würfe von draußen nahm, konnten sie diese aber sehr hochprozentig einnetzen (60%; 9/15). Die Frankfurter versuchten es derweil 21-mal von der Distanzlinie und trafen sehr solide neun davon (43%).

Mannschaftlich spielen die FRAPORT SKYLINERS am liebsten und so kommt es, dass neun von zehn eingesetzten Spielern Punkte und Rebounds in der Statistik stehen haben. Sieben Spieler verteilten den Ball zudem so, dass daraus Punkte entstehen konnten.

 


Die nächsten Spieltermine

  • Mittwoch, 14. Februar um 19 Uhr, in Ulm
  • HEIMSPIEL – Sonntag, 4. März um 15 Uhr, gegen Würzburg
  • Samstag, 10. März um 18 Uhr, in Göttingen

Karten für alle Heimspiele gibt es telefonisch über 069-92887619 oder online auf www.fraport-skyliners.de/tickets

 

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08.02.2018, Alter: 187 Tag(e)

Von: Bjarne Tannen & Thomas Nawrath

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